Markus Kravanja
Zu den Bildern

In unverkennbarer Art malt Markus Kravanja seine Menschen in stillen Momenten, in denen Blicke und Gesten die einzige Form der Kommunikation sind. Diese wort- aber nicht sprachlose Verbindung besteht nicht nur zwischen den gemalten Figuren untereinander, oft reicht ein Blick aus der Bildwelt hinaus, trifft den Betrachter und macht ihn zum Ansprechpartner, zu Verbündetem oder Beschuldigtem.
Markus Kravanja ist figurativer, doch kein realistischer Maler. Seine Bilder sind an der Wirklichkeit orientiert, geben diese aber nicht wieder. Die typische fragile Gestalt der Figuren mag als Hinweis auf eine innere Zartheit und Zerbrechlichkeit gedeutet werden, auf die Verletzlichkeit der menschlichen Seele.
Zur Schöpfung eines Werks verbindet Markus Kravanja Gesehenes und Gelesenes, Erdachtes und Erfahrenes, spinnt es weiter, manchmal bis ins Groteske, spürt Eindrücken und ihren Assoziationen nach, um schließlich zu Bildern in seinem Inneren vorzudringen, von welchen er zunächst selbst oft nur eine Ahnung hat, die dann jedoch malend zu einem bestimmten Bild ausgeformt wird.
Zur Schöpfung eines Werks verbindet Markus Kravanja Gesehenes und Gelesenes, Erdachtes und Erfahrenes, spinnt es weiter, manchmal bis ins Groteske, spürt Eindrücken und ihren Assoziationen nach, um schließlich zu Bildern in seinem Inneren vorzudringen, von welchen er zunächst selbst oft nur eine Ahnung hat, die dann jedoch malend zu einem bestimmten Bild ausgeformt wird. Dabei verzichtet er meist auf Skizzen und Vorstudien, sondern entwirft das Bild direkt auf dem Maluntergrund.
Im Laufe der letzten Jahre hat Kravanja eine Vielzahl von Bildern, mit seinen Figuren bevölkert. Dadurch ist eine eigene Welt entstanden, die man als „Kravanja-Kosmos” bezeichnen kann. Dieser umfasst alle Figuren, in ihm tragen sich die dargestellten Szenen zu.
Und je mehr Kravanja von diesem Kosmos zeigt, umso spannender ist es, zu entdecken, was sich noch alles darin befindet.
Die besondere Faszination der Bilder liegt nicht zuletzt in der Vieldeutigkeit der dargestellten Szenen. Wohl auch deshalb ist Markus Kravanja sehr zurückhaltend in der Mitteilung seiner eigenen Interpretation einzelner Bilder.
Zudem sei er, wie er sagt, selbst als Schöpfer eines Bildes nicht in der Lage, dessen viele Möglichkeiten von Aussage und Wirkung gänzlich zu erfassen. Daher wolle er auch dem Betrachter nicht vorschreiben, was dieser darin zu sehen habe.
Und in der Tat ist zu beobachten, wie unterschiedlich ein Werk von mehreren Betrachtern interpretiert wird, denn jeder fühlt sich auf andere Weise von einer Szene angesprochen und misst den einzelnen Bildelementen unterschiedliche Bedeutung zu.
Ganz entscheidend ist auch, wie viel Zeit man dem Bild als Betrachter widmet. Denn je länger man die Bilder in Ihrer Einfachheit betrachtet, desto stärker offenbart sich ihre eigentliche Komplexität.